über Marianne Votapek

Wie es dazu kam....es war einmal...blablabla....? (>Ausbildung)

Eigentlich finde ich viel Text auf einer Home-page ärgerlich. Schliesslich will man nur kurz und bündig über ein Angebot informiert werden, oder?

Aber nun hast du schon mal hierher geklickt, vielleicht willst du ja den Dingen auf den Grund gehen. Und richtig, als Berater, egal in welcher Sparte, bringt man sehr viel Persönliches mit. Deshalb soll hier für Interessierte zu lesen sein, mit wem sie es zu tun bekommen als

Kurzversion:

  • Geboren am 6.Mai 1963 in der Schweiz und seit ich denken kann schon Tierfan,  speziell Hunde, Pferde und Katzen
  • erster Hund zu Hause bei den Eltern, Dackel Tschappi, erste Dressurversuche, der arme Hund hat es aber ertragen...
  • Schule in Österreich/Deutschland und Schweiz (recht) erfolgreich besucht, mit Handelsdiplom abgeschlossen
  • 3 Jahre Hotellerie in Genf und Zürich, viele Erfahrungen mit Menschen gesammelt
  • 4 Jahre Reisebürotätigkeit in allen Sparten eines Touroperators, begeisternder Job, viele Reisen!
  • Heirat meiner grossen Liebe, bald zweiter Hund bei Familiengründung, Malimix Hündin Minka, wurde 13 Jahre alt, toller aber missverstandener Familienhund
  • Karriere als Haus-, bzw. Familienfrau mit 3 Kindern
  • regelmässige Betreuung des Jaghundmix Chacco meiner Freundin und jetztigen Assistentin Sibylle
  • zeitweise Betreuung des Hütehundmischlinges Phoebe einer weiteren Freundin
  • verschiedene Mitarbeiten im beim Ghangetwieser Husky Rudel in Füttern, Pflege und Beschäftigen
  • dritter Hund, holländischer Schäferhündin Chess, wurde nur 3 Jahre alt
  • Ausbildung als HEB (HundeErziehungsBeraterin) bei Triple-S in Eptingen, regelmässige Weiterbildungen im Bereich Hunde
  • vierter Hund, Louis, Aussie-Zeller, lebt zurzeit mit uns, fröhlicher Mitbewohner und Jagdpartner
  • Engagement im Mitarbeiterrat meiner Gemeinde in Hinwil
  • Hobbies, falls es Familie, Hund, Ausbildung, Gemeinde zulassen (also fast nie) Segeln, Theater spielen, Reiten, Lesen, Filme, gerne gut Essen und Neues ausprobieren

Ich mag Menschen, ich mag Hunde und in meinem Beruf darf ich mit beiden zusammen arbeiten, das wird nie langweilig. Und das ist nun meine Passion.

Und als ausführliche Version für unerschrockene Leser/Innen:

Im Jahr 1963 in der Schweiz geboren, wuchs ich teils in Österreich und Deutschland anfangs ohne Tiere im Haushalt auf. Tiere aller Art fasznierten mich seit ich denken kann. Ihre Andersartigkeit, ihre Wildheit und Schönheit und bei den Haustieren ihre Fähigkeit, mit dem Menschen zu tun haben zu wollen. Bald aber war ich so verrückt hinter jedem Hund her, dass sich meine Eltern erbarmten und wir einen Hund bekamen:

Ein kleiner Rauhaar Dackel, der auf den Namen Tschappi hörte, oder vielmehr nicht oft hörte... Ich war 8 Jahre alt und überglücklich. Es war zwar nicht der ersehnte Schäferhund Rex, oder Collie Lassie oder die gelbe Dogge Senta, aber ein echter, lebendiger Hund. Das war nach all meinen gesammelten Plüschexemplaren mit und ohne Rädern dran oder Batterie drin schon etwas Anderes! Noch heute kann ich mich daran erinneren: Ich war einfach selig! Zwar dachte ich, dass ich auch noch Pferd bekommen würde, wenn ich tapfer weiterbettle, aber das funktionierte dann doch nicht.

Dackelhündin Tschappi musste sich meine ersten Dressurversuche gefallen lassen, was sie recht stoisch ertrug, sie bereicherte unser aller Leben und  als ich zu Hause auszog war mir klar, sobald ich Zeit haben würde, würde ich wieder einen Hund haben! Es folgten einige lehrreiche Jahre im Hotel und im Reisebüro, bald einmal die Heirat meiner Lebensliebe und dann wollten wir eine Familie gründen und ich blieb zu Hause. Jetzt war der Zeitpunkt für einen Hund!

Wir holten uns einen Malinois-Mischlingswelpen aus dem Tierheim, man ist ja schliesslich sozial! Und obwohl man ja nie einen Hund nach dem Aussehen aussuchen sollte, wie wir damals, hatten wir grosses Glück mit Minka, unserer Mischlingshündin. Sie war eher submissiv, auch nicht ideal geprägt und eher schnell verunsichert aber sie wurde trotzdem ein guter Familienhund und begleitete uns 13 Jahre fast überall hin. Erzogen wurde sie nach Urs Ochsenbein, damals der erste Kynologe, der sich für die Kommunikation anstelle Befehlserteilung einsetzte. Wir haben viele Fehler gemacht, konnten diesem Hund mit seiner Ängstlichkeit wenig Hilfe bieten und haben sie oft missverstanden. Wir haben sie dennoch über alles geliebt. Mir schmerzt heute noch das Herz, wenn ich daran denke, wie oft ich Minka Unrecht getan habe, zu grob war und sie einfach nicht lesen konnte und dabei gab sie sich solche Mühe mit uns! Sie machte uns wenig Probleme, hatte wahrscheinlich aber so einige mit uns...

Damals kam in der Schweiz gerade Agility auf und wir traten dem at-wetzikon kurz nach dessen Gründung bei. Endlich ein Hundesport, bei dem es nicht auf Unterordnung ankam, sondern auf Wendigkeit und Zusammenspiel von Führen und Folgen. Natürlich mit gaaanz viel Würstchen, Minka dachte wohl, Agility bedeute Cervelat. Ich selber war allerdings nicht sehr wettkampftauglich und mein unsicherer Minkahund somit natürlich auch nicht. So konzentrierten wir uns statt auf Pokale auf das Training, welches uns beiden Spass machte und Minka bis ins hohe Alter noch forderte.

Nachdem Minka nicht mehr bei uns war, wollten wir wieder einen Schäferhund, aber keinen Belgischen, die schienen uns zu nervös. Da holten wir uns einen holländischen Schäferhund, da diese nicht so nervös, sondern noch unverzüchtet wären. Endlich DER Traumhund, am Anfang waren ganz viele Erwartungen von "keine der Fehler machen wie beim ersten Hund" bis zu "Agilitykarriere", schliesslich hat der Hund ja Papiere. Wir bekamen eine wunderhübsche Hündin, Chess, waren uns aber nicht klar, was da von Anfang an wie ein Film ablief.


(Wer genau beobachtet wird die Umrisse dieses Hundekopfes oben links wiedererkennen)

Der Hund wurde so optimal wie möglich sozialisiert, Welpenstunden, Abschalttraining, Campingplatzferien, Hundeschule, Kindergeburtstage etc., Chess war dabei,  was man menschenmöglich tun konnte haben wir getan. Trotzdem war der arme  Hund von Anfang an hypersensibel und angstaggressiv. So kam ich auf Natural-Dogmanship®.

Durch viele Seminare, Privatstunden und alles an Bücher lesend, was es heute zur Thematik "Verstehe Deinen Hund" gibt, lernte ich in diesen drei schwierigen Jahren mehr als in den 13 Jahren zuvor. Nicht nur über Hunde, Wölfe, auch über Menschen im Allgemeinen und mich selber.

Chess gibt es heute nicht mehr, wir haben sie und uns von einem ständig gestressten Leben erlöst, man mag mich dafür verurteilen (hat man auch), wer mich aber kennt und erlebt hat in der Zeit, weiss, dass ich alles mir Mögliche versucht habe, einen Weg für uns zu finden. Es tut manchmal immernoch weh, dass wir es nicht geschafft haben, heute verstehe ich aber, warum ich mit diesem Hund gar keine echte Chance hatte, dennoch bin ich Chess dankbar für diese schwierige Zeit, in der ich so viel lernen durfte. Hätte es sie nicht gegeben, hätte ich die Ausbildung zur HunderziehungsBeraterin nicht gemacht und so in einen Beruf gefunden, der mich immer von neuem fasziniert und begeistert.

Heute lebt Louis III bei uns, wiederum ein adoptierter Hund aus dem Tierheim, wahrscheinlich ein Australian Shepherd Mix. Diesmal mit mehr Bedacht und Wissen ausgesucht, obwohl ganz schnell klar war, dass er der Richtige ist für unsere Familie mit fünf Mitgliedern. Seit 2007 fordert er uns heraus,  begleitet uns täglich und erfreut uns, weil er einfach ein gesunder Hundejunge ist, der keinen hohen Erwartungen genügen muss, der keine Agility Karriere machen muss (obwohl wir auch trainieren, weil er alle Geräte toll findet. Lustigerweise habe ich ausgerechnet mit ihm meinen ersten Agilitypokal in unserem Vereinsinternen Wettkampf gewonnen...). Er isteinfach Mitglied unseres Rudels  und bekommt täglich seine Aufgaben unterwegs und auch zu Hause.

Wir jagen Futterbeutel, lieben Spurensuche, machen ab und zu einen Mantrail, erkunden am liebsten unwegsame Gelände, fahren Fahrrad (also ich, Louis rennt), und sogar mit dem Cabrio sind wir gerne gemeinsam unterwegs (Louis ist jeweils der erste, der einsteigt, wenn wir unser Oldtimer auspacken) und ausser zum Skifahren kann Louis überall mitkommen und ist ein angenehmer Begleiter.

Ich mag Menschen, ich mag Hunde und in diesem Bereich darf ich mit beiden zusammen arbeiten, das wird nie langweilig. Und ich weiss, wie es ist, wenn der eigene Hund sich nicht so verhält, wie es gewünscht wäre. Ich weiss, in welche Verzweiflung man geraten kann, wenn Aggressionsprobleme da sind und wie weh es tun kann, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden. Aber es gibt Wege hinaus und je früher man erkennen kann, warum ein Hund Probleme hat, umso eher kann geholfen werden. Und das ist nun mein Job.

Tapfer, wenn du dich bis hierher durchgelesen hast!

News

(13.07.2017 - 21:19)
Jan Nijboer, Entwickler der Natural Dogmanship(R) Sichtweise des Hundes und einer unserer Ausbilder, spricht hier über sich und einige Kernpunkte beim Hunde...
(06.03.2017 - 20:22)
Noch nie gab es einen solchen Hipe um Hunde. Noch nie so zahlreiche Hundebücher, Accessoires, verschiedene Erziehungsmethoden und auch Fernsehsendungen rund...
(11.01.2017 - 14:15)
"Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann...