Blog
über Hunde und Menschen
April 2026
Einige Gedanken zum Auslandtierschutz....
Auf der Suche nach einem eigenen Hund, den ich durchaus aus dem Tierheim adoptieren würde, kommen mir viele Gedanken. Wieso finde ich fast ausschliesslich Hunde aus dem Ausland wie Spanien, Portugal, Italien und noch viel mehr aus Rumänien, Ungarn etc. Was passiert, wenn diese Hunde in die Schweiz geholt werden? Ich kenne aus meiner Beratungs-Arbeit schöne aber auch andere Geschichten mit diesen Hunden. Ist es wirklich "Tierschutz", solche Hund hierher zu holen? Ja das Leben dieses einen Hundes kann besser werden. Mittlerweile muss man gut aufpassen, woher diese Hunde kommen, um mit solchen Adoptionen keine mafösen Systeme zu unterstützen. Manchmal kommen genau durch solche "Rettungen" viele neue Hunde nach. Geld regiert...
Dabei habe ich kürzlich eine Organisation gefunden, die eine Tier-Hilfe in Nordost-Rumänien aufgebaut haben, die ich überaus sinnvoll und nachhaltig finde.
Schaut gerne hinien: EQUIWENT. (equiwent.org) Der Hufschmied Markus Raabe startete dies mit der Hilfe für Arbeitspferde, merkte aber schnell, dass er nur mit einem Konzept für Nachhaltigkeit etwas wirklich verändern konnte. Hilfe, Aufklärung, Nachhaltigkeit, Respekt für Mensch UND Tier.
Der Ansatz:
- Kostenfreie Hilfe mit medizinischer Versorgung, für Pferde, Hunde, Katzen, Ziegen, Kühe etc.
- Hufpflege der Arbeitspferde vor Ort
- Ausbildung von von weiteren Hufschmieden in Rumänien
- Vernetzung mit Tierärzten und anderen Tierhilfe-Projekten vor Ort
- Motivationsystem: Menschen, die gut für ihre Tiere sorgen, bekommen noch mehr, wie Ausrüstung und sogar humanitäre Hilfe. Das spricht sich herum.
- Suppenküche, Kinderhilfe und Hilfe für ältere Menschen
- Kinder sind die Zukunft, deshalb systematische Schulung von Kindern, dass alle Tiere fühlende Wesen sind
- Kastrationsprojekt und zwar (wichtig!) der verursachenden Hunde, der Hündinnen der Landbevölkerung
- Aufsuchend, weil die Menschen gar keine Möglichkeit haben ihre Höfe zu verlassen
- Gerettete Hunde im Land platzieren, nicht vermitteln
- Und dies alles ohne die Rumänen zu diskreditieren, sondern mit viel Verständnis und Einfühlungsvermögen für die Situation vor Ort
- ...und noch viel mehr!
Absolut unterstützenswert! Schaut euch die Youtube Filme an: https://www.youtube.com/@MarkusRaabe
Februar 2026
DER SPAZIERGANG
(oder die verschiedenen Bedürfnisse)
Mensch denkt, der Hund muss täglich mehrmals seinen Spaziergang machen. An die frische Luft zu kommen ist für den Menschen nach seiner eventuell kopflastigen Arbeit ein schöner Ausgleich. Er möchte den Kopf frei bekommen und geniesst es, dass sein Hund ihn begleitet. Der Hund braucht ja Bewegung und spazierengehen ist gesund. Unterwegs lässt der Mensch seine Gedanken schweifen, er riecht die Natur, geniesst die Sonne, hört die Vögel zwitschen und entspannt. Der Mensch ruft seinen Hund, wenn dieser zu weit weg ist, wenn ein Jogger auftaucht, oder der Hund zu weit in den Wald läuft oder ein Loch buddelt. Er ruft, wenn der Hund etwas zum Fressen gefunden hat und belohnt das Zurückkommen mit einem Leckerlie. Nach einer Stunde geht es wieder heim, wo er den Hund dann um 17 h, wie jeden Tag aus dem Napf füttert, für den Menschen alles OK.
Der Hund ist den ganzen Vormittag über gelegen und hat gedöst, nun nimmt der Mensch die Leine und der Hund weiss, jetzt geht es raus und wird aufgeregt. Draussen zieht er ein wenig, weil er kontrollieren will, wer seit gestern in seinem Revier unterwegs war. Alle seine Sinne sind geschärft und er ist gespannt. Sobald die Leine ab ist, springt er voraus, da nimmt er eine Eichhörnchenfährte auf und regt sich bellend auf, dass dieses auf den Baum geklettert ist. Dann erschnüffelt er eine weitere spannende Spur, da ruft sein Mensch und winkt mit einem Leckerlie. Dies holt er ab und läuft wieder voraus. Da riecht er einen anderen Hund, der seine Marke gesetzt hat und pinkelt darüber um klar zu machen: hier wohne ich. Mit dem entgegenkommenden Hund versteht er sich nicht, deshalb ruft der Mensch wieder und nimmt ihn an die Leine. Der Hund ist genervt und zieht bellend am anderen Hund vorbei, so kann er seinen Job, nämlich für Sicherheit zu sorgen, nicht machen! Dann ist er wieder frei und findet einen Stock, den der Mensch ihm fortwirft, er jagt hinterher und gibt ihn dem Menschen nicht mehr ab.
Danach geht es nach Hause, der Hund ist ein wenig frustriert, er konnte weder seine territorale Kontrolle ungestört ausführen, noch hatte er Jagderfolg. Zu Hause bringt er dem Menschen noch sein Spielzeug... Der Mensch hat jetzt aber keine Zeit mehr, schliesslich war er schon draussen. Da wartet der Hund frustriert, bis er um 17 h aus dem Napf sein Trockenfutter bekommt.
So oder ähnlich läuft es auf vielen Spaziergängen ab. Menschen und Hunde haben unterwegs ganz andere Ziele. Es wäre doch schön, wenn die gemeinsam Zeit draussen miteinander statt nebeneinander stattfindet, oder? Und das ist möglich, wenn in der Zeit etwas getan wird, was der Hund sinnvoll findet und das ist aber nicht die territoriale Kontrolle, die zu vielen Problemen mit Artgenossen führen kann, sondern gemeinsames Futtersuchen (Jagen) und anschliessendens Essen.
Dazu gäbe es noch viel mehr zu sagen, z.B. was passiert, wenn der Hund einzelne Leckerlies aus der Hand bekommt, was hormonell beim Hund abgeht und was denn die instinktiven Bedürfnisse des Hundes sind...Der Hund, den der Mensch in sein Leben geholt hat ist und bleibt ein sozial lebender Beutegreifer.
Januar 2026
Ein paar Zitate über Hunde zum Nachdenken:
- Hunde sprechen, aber nur mit denen, die zuhören können. (Orhan Pamuk)
- Ein Zentimeter Hund ist mir lieber als ein Kilometer Stammbaum. (unbekannt)
- Hunde füllen eine Leere in uns, „von der wir gar nicht wussten, dass wir sie haben“ (Thom Jones)
- Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit. Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben. Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat. (Roger Andrew Caras, Präsident des britischen Tierschutzes)
- Keine Beleidigung würde mich so hart treffen wie ein misstrauischer Blick von einem meiner Hunde. (James Gardner)
Oft heisst es, der Hund ist des Menschen bester Freund. Stimmt das? Ist es nicht bloss ein Wunsch des Menschen? Ich sehe einige Mensch/Hund Beziehungen, die von wirklicher Freundschaft geprägt sind. Leider gibt es aber auch viele missverstandene Hunde und Hunde die dressiert werden, wohl gehorchen aber nicht wirkliche Partner sind. Aber was braucht es zu einer Freundschaft? Z.B. Den Willen einander freundlich und wertschätzend zu begegen.
Ehrlichkeit miteinander. Fairness. Verständnis für einander und Geduld.
In der westlichen Welt ist der Hund zu einem Luxusobjekt geworden. Es werden teure Rassen angeschafft, viel Geld für Ausrüstung, Futter, Mobiliar und Trainings ausgegeben. Macht dies eine Freundschaft aus? Ich würde sagen "Nein".
Wir holen uns einen Hund. Der Hund kann da nicht mitreden... Und deshalb sind wir in der Pflicht, unseren neuen Sozialpartner so zu behandeln, wie er als Hund dies braucht. (Unter berücksichtigung von Rasse, Alter, Geschlecht und Herkunft.) Ihn also weder als Spielkamerad (solange es mir gefällt), noch als Kind- oder Partnerersatz, schon gar nicht als Sportgerät für meinen Ehrgeiz oder wie ein Statussymbol zu behandeln. Was würde uns der eigene Hund sagen wollen? Bin ich in der Lage, die Welt durch die Hundeaugen zu betrachten, soweit ich dies als Mensch überhaupt kann? Das wäre echte Empathie.
Je mehr wir über Hunde lernen, umso schöner kann die Beziehung werden, das Vertrauen - gegenseitig! - wächst. Und ohne Beziehung funktioniert keine Erziehung und wer einmal einen Hund zum Freund hatte, hat etwas wunderbares erlebt!
Juni 2025
Neue Hundeverordnung Kanton Zürich
Jetzt ist es da, das neue Hundekurs Gesetz in Zürich! Vorteil: Alle neuen Hundehalter müssen ab sofort einen Kurs machen, egal wie gross der Hund ist. Ein Hund ist ein Hund, und seine Bedürfnisse sollten verstanden werden, egal ob es ein Chihuahua ist oder eine Dogge. Schade ist, dass das Ganze nur im Kanton Zürich statt findet-Hunde sind doch auch über die Kantonsgrenze hinaus Hunde, oder? Ebenso fraglich sind die kantonalen Rassen-Verbotslisten, die in der Schweiz zu einem wahren Flickenteppich geworden sind.
Nach gründlichem Studium des sehr ausführlichen Booklets, (Hier) welches das Veterinäramt auf seiner Seite zur Verfügung stellt, sind mir dazu einige Gedanken gekommen. Private Hundeschulen haben beim Booklet mitgeholfen und mitgeschrieben. Gut, das muss ja jemand tun, der Hundewissen hat und Hundeerziehung praktiziert, sowie Menschen anleiten kann. Etwas stossend ist jedoch, dass die positive Verstärkung samt Markerwort als Praxisbeispiel eingeflossen ist. Das ist Werbung für eine deren Methoden, die diese Schule (Amicanis) verfolgt. Basierend auf Lerntheorien aus dem Behaviourismus, der vor über 100 Jahren beschrieben wurde.
Das kann man definitiv auch anders machen, ohne mit Futter um sich werfen zu müssen. Natürlich ist Futter ein Motivator, aber es ist für den Hundemagen eine grosse Belastung, wenn einzelne Futterstückchen über den Tag verteilt das ganze Carnivoren-Verdauungssystem in Gang bringen. Diese Magensäfte sind sehr aggressiv, müssen sie doch Knochen, Horn etc. auflösen können. Dies sollte ein Hundefachmann/Frau wissen! Schade.
Zudem ist das "Belohnungssystem" mit "Lob" ein veraltetes pädagogisches Werkzeug. Viel wichtiger wäre es zu verstehen, was denn einen Hund (und zwar gerade diesen Hund, dieser Rasse, dieses Alters/Geschlechts) motiviert, etwas zu tun. Immerhin ist das soziale Lernen erwähnt. Aber ist denn Futtergabe für Leistung soziales Lernen? Bzw. macht es unseren Hundepartner sozialer?
Ansonsten gibt es sehr viele gute Informationen und das Durchlesen der 100 Seiten lohnt sich.
Februar 2025
Etwa eine halbe Million Hunde leben in der Schweiz als Haustiere. 100'000 mehr als z.B. im Jahr 1995. Viele Hundeschulen mit verschiedenen Methoden sind seit den obligatorischen (aber wieder abgeschafften) schweizweiten obligatorischen Hundekursen aus dem Boden geschossen. Der Markt für Hundeartikel, Futter, Ausstattung und Zubehör ist riesig!
Aber weiss der Mensch heute wirklich mehr über das Wesen Hund als vor 30 Jahren?
Häufig werden Hunde als Haustier vor allem nach Grösse und Aussehen ausgesucht. Da fängt das Problem schon an, denn jede Rasse wurde ursprünglich zu einem bestimmten Zweck gezüchtet und bringt dadurch bereits genetisch andere Verhaltensweisen mit sich. Dazu kommen die vielen Ausland-Tierschutzhunde (ob alles dort Tierschutz ist, ist aber ein anderes Thema...) , die als Mischlinge der dortigen Rassen ebenso Eigenarten mitbringen und dazu häufig nicht gut auf Menschen geprägt sind. Eine spezielle Herausforderung für Halter und Hunde.
Deshalb: Eine gute Hundeschule ist vor allem eine Menschenschule. Der Mensch darf lernen, seinen Hund zu verstehen und ihm beizubringen, was dieser zu einem möglichst stressfreien Leben braucht. Es stimmt, ein gut erzogener, sozialisierter Hund ist ein angenehmer Begleiter, der den Menschen fast überallhin begleiten kann. (Nicht überall möchte der Hund jedoch gerne dabei sein, was wiederum ein anderes Thema ist.)
sofa-wolf legt viel Wert auf das Verstehen des Wesens Hund!J
Natural Dogmanship®, heisst die von Jan Nijboer entwickelte ganzheitliche Sichtweise des Zusammenlebens mit dem Haustier Hund, unserem sofa-wolf. Grundlegend für eine gute Beziehung zu unseren Hunden ist es, als Mensch zu verstehen, was die Bedürfnisse eines Hundes sind. Nicht das Endprodukt eines dressierten Hundes ist das Ziel, sondern ein gemeinsamer Weg mit Empathie, Geduld und viel Freude am gemeinsamen Tun. Nur so entsteht eine wirklich sichere Bindung. Natural Dogmanship®, kurz ND genannt steht auch für Neues Denken für Menschen mit Hunden.
Hundliches:
Jan Nijboer über Natural Dogmanship
auf youtube
so geht nachhaltige Tierhilfe in Rumänien:
Equiwent.org
Rhodesien Ridgeback von Maniema
www.maniema.ch
alles über BARF (bone&raw food)
www.drei-hunde-nacht.de
Garten hundefreundlich gestalten + Tipps für Gartennutzung zusammen deinem Hund
www.garten-schule.ch
Unhundliches:
Individualpschologische Beratung
www.löwenstärke.ch
Obst aus dem Zürcher Oberland:
Hess Obstbau mit schönem Hofladen in Hombrechtikon
Kosmetik und Schminken
www.jjschminkandmore.ch
Catering und Störkoch
Bruno Wolf, loup-culinaire
spezielle Raum u. Tisch Dekorationen "mehr ist mehr"
merouee.ch